KULTUR in WUPPERTAL
Höhepunkte in kleinen Häppchen

Die Mandolinen-Konzertgesellschaft hat Ausschnitte ihres Repertoires auf einer CD gebündelt. Am kommenden Samstag spielen die Musiker in der Stadthalle.

Wuppertal. Seit Jahren gibt die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal gefeierte Konzerte im Mendelssohn Saal der Stadthalle. Nun lassen sich die Highlights der Auftritte noch einmal nachhören: Das Zupforchester hat sie auf der CD "in concert" gebündelt. Entstanden ist dabei ein gelungener Querschnitt durch sechs Konzertjahre und das vielseitige Repertoire des Orchesters unter Leitung von Detlef Tewes. Nicht nur Bearbeitungen bekannter Werke bietet die sauber aufgenommene CD: Ausschnitte aus Edvard Griegs "Aus Holbergs Zeit" beispielsweise oder Dunkel-Melancholisches von Astor Piazzolla.

Zwei musikalische Anliegen des Wuppertaler Zupforchesters spiegeln sich auch in der Stückauswahl für die Platte: mit namhaften Solisten zu musizieren und Neuer Musik ein Forum und vor allem einen außergewöhnlichen Klangkörper zu bieten.

Schade ist nur, dass mit einzelnen Sätzen aus Konzerten und Suiten kleine Häppchen aus dem Kontext der Gesamtwerke gerissen werden, auch wenn das natürlich zugunsten einer breiten Auswahl passiert, die beim Anhören nie Langeweile aufkommen lässt.

Mit der Blockflötistin Dorothee Oberlinger spielte das Orchester Giuseppe Sammartinis F-Dur-Concerto schmissig und mit erfreulich feinem Orchesterklang. Auch Griegs Lied "Zur Rosenzeit", gesungen von Antje Bischoff, erklingt in der Bearbeitung für Zupforchester markant anders als gewohnt und durchaus reizvoll. Mit Momo Chen (Klavier) erarbeitete das Orchester das furiose, minimalistische "Modus" von Raimo Kangro, das wie alle anderen zeitgenössischen Stücke auf der CD sehr spannend anzuhören ist.

  • Im Rahmen der Bergischen Biennale für Neue Musik führt die Mandolinen-Konzertgesellschaft die "Clicking Symphony" von Kangro in der Stadthalle auf, eingebettet in ein reines "Neue Musik"-Programm. Termin dafür ist der 20. Mai, 18 Uhr.

  • Die CD kann per Mail bestellt werden (makoge-wuppertal@freenet.de) und kostet 9 Euro. Infos, ein ausführliches Booklet und Hörproben gibt es im Internet unter www.makoge-wuppertal.de

    17.05.06
    Von Sebastian Pantel
  •  Kultur in Wuppertal